BIGs
 

Stillen schafft selbstbestimmte Mütter.

Muttermilch sorgt für den bestmöglichen Start ins Leben. Viele Eltern wissen jedoch nicht um deren potentiell lebensrettende Wirkung. Im Jahr 2016 haben 4,2 Mio Babys ihr erstes Lebensjahr nicht erreicht. Wären die Mütter ausreichend über das Stillen informiert gewesen und dabei unterstützt worden, hätten in den Ländern des globalen Südens eine Million Kinder gerettet werden können.

 


Das Projekt

Obwohl das Stillen in Kenia im Vormarsch ist/zunimmt, ist der Bezirk/Kreis/die Region Bungoma immer noch weit oben auf dem Kindersterblichkeits-Index. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist dort unter 15 Jahren alt, darunter viele junge Mütter, denen es an Unterstützung mangelt, um das Muttersein selbstbestimmt zu meistern.

Nach dem Film kommen die Mütter in partizipativen Workshops mit einem/r Gesundheits-und Ernährungsspezialist*in in Kontakt, tauschen sich über ihre Erfahrungen und Probleme aus und finden gemeinsam Lösungen. In Folge der ersten Screenings und Workshops haben sie gemeinsam entscheiden kleine Selbsthilfegruppen zu gründen – sogenannte Breastfeeding Information Groups (BIGs) – in denen sie sich mindestens einmal im Monat treffen.

Jede BIG wird von einem/r Gesundheitsbeauftragt*en geleitet, für welche docimpact ein spezielles Training, ein monatliches Gehalt und fortlaufende Unterstützung bereitstellt. Dank dieser BIG’s bekommen Mütter selbst in den entlegensten/abgeschiedensten Teilen der Region monatlich fachkundige Beratung zum mütterlichen Wohlergehen und Zugang zu einem Mikrofinanzprogramm.

docimpact unterstützt 40 BIGs – 500 Mütter und 48 freiwillige Gesundheitsbeauftragte (community health volunteers). Gemeinsam erreichen wir so 4800 Haushalte.

 

Unser Partner

Bereits seit 2003 arbeitet die gemeinnützige Organisation Karibuni-Kenya mit Initiativen im Bereich Bildung, Gesundheit, Ernährung und Nahrungsmittelsicherheit daran, die Situation und das Wohlergehen von Frauen und Kindern in der Region Bungoma (Westkenia) zu verbessern. Karibuni-Kenya hat ein Management-Team, das Supervision sowie umfassende Betreuung anbietet. Ein technisches Team, unterstützt durch ein Netz aus Freiwilligen, führt regelmäßig unterschiedliche Aktivitäten durch. Karibuni-Kenya hat unter anderem im Westen Kenias eine weiterführende Schule für Mädchen gebaut, verschiedene Wasserprojekte umgesetzt sowie Gesundheitsarbeiter*innen ausgebildet.

 

Der Film

Mit Vorführungen des bewegenden, preisgekrönten Dokumentarfilms MILK, der von den Stillerfahrungen von Müttern aus der ganzen Welt erzählt, beginnt docimpact einen Dialog mit Müttern aus Regionen mit geringer Stillrate und hoher Kindersterblichkeit. Die Filmvorführungen bilden den Startpunkt für ein Gespräch darüber, wie die Frauen selbstbestimmt über ihren Weg als  Mütter entscheiden können.

Mit künstlerischem und intimen Blick eröffnet MILK eine nuancierte und umfassende Perspektive auf jene politischen und wirtschaftlichen Themen, die die oft kontroversen Debatten rundum das Thema Geburt und Säuglingsernährung weltweit prägen. Hoch informativ, bisweilen provokativ und trotzdem zu jeder Zeit sensibel, zelebriert der Film in atemberaubend schönen Bildern und mit ergreifenden Geschichten aus der ganzen Welt das Wunder ein neues Leben in diese Welt zu bringen. In sanftem und unaufgeregten Ton regt MILK die Zuschauenden zur Reflexion an und ist gleichzeitig eine Aufforderung aktiv zu werden.

 

A film by: Director: Noemi Weis - www.milkhood.com
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"Health workers do not get good training in infant nutrition. It's something that is missing in the medical curriculum." - Francesco Branca - Director of Nutrition, World Health Organization HQ